Bautzen, 29.09.2026 (lifePR) – Wie die Spree zu ihrem Namen kam, warum ein Segen das Bautzener „Hexenhaus“ über Jahrhunderte vor dem Feuer bewahrte und wie ein Bauer einst die Mittagsfrau überlistete: Diese und weitere spannende Geschichten aus Bautzen und der Lausitz können Familien auf dem neuen Bautzener Sagenpfad spielerisch entdecken. Die fußläufige Tour verbindet den reichen regionalen und insbesondere sorbischen Sagenschatz mit der Geschichte Bautzens als traditionsreiche Handelsstadt und macht die historische Altstadt so auf besondere Weise erlebbar.

An insgesamt 10 Stationen begegnen Groß und Klein ausgewählten regionalen Sagengestalten und können ihren Geschichten lauschen. Mithilfe begleitender Audioinhalte, die über die SmartGuide-App oder direkt im Browser via Audoria abrufbar sind, werden die Geschichten lebendig. Unter dem Motto „Bautzen sagenhaft erleben“ führt die Route durch die Innenstadt und macht an ausgewählten Orten Halt, an denen Sagen, Geschichte und Handel miteinander verwoben werden.
Spielerische Elemente laden zudem unterwegs zum Entdecken, Sammeln und Mitmachen ein. Gleichzeitig führt der Sagenpfad zu vielfältigen innerstädtischen Angeboten aus Handel, Gastronomie, Kultur und Freizeit.

Der Bautzener Sagenpfad ist eine Einladung an die ganze Familie, Bautzen auf besondere Weise neu zu entdecken und länger in der Stadt der Türme zu verweilen.

Aus einer Projektidee gewachsen

Die Idee zum Bautzener Sagenpfad entstand 2024 aus einem Beteiligungsprozess des Innenstadtmanagements und wurde in enger Zusammenarbeit von Verwaltung, lokalen Akteuren und Fachpartnern weiterentwickelt. Ziel war es, die Innenstadt nachhaltig zu beleben, die Aufenthaltsqualität zu steigern und zusätzliche Impulse für Handel, Tourismus und Freizeit zu setzen.

Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch, betonte anlässlich der offiziellen Eröffnung: „In der Lausitz ist der Sagenschatz untrennbar mit dem sorbischen Volk, der sorbischen Sprache und Kultur verbunden. Der „Bautzener Sagenpfad“ verbindet diese regionale, sorbische Kultur beispielhaft mit touristischer und wirtschaftlicher Entwicklung. Das Projekt zeigt, dass es sich lohnt, die Besonderheiten der eigenen Region und Kultur bewusst wahrzunehmen und macht auf ganz besondere Weise deutlich wie Kultur Identität stiftet. Ich danke allen, die das Projekt „Bautzener Sagenpfad“ möglich gemacht haben: Der Stadt Bautzen, vor allem der Stabsstelle Wirtschaftsförderung als Träger des Projekts, allen Einrichtungen und Fachleuten, welche ihre Ideen und ihre Arbeit in das Projekt eingebracht haben, und nicht zuletzt den Fördermittelgebern, welche das Vorhaben finanziell ermöglicht haben. Ich wünsche dem Bautzener Sagenpfad viele interessierte Besucherinnen und Besucher, große Aufmerksamkeit weit über die Region hinaus und eine nachhaltige Wirkung für die sorbische Sprache, die kulturelle Vielfalt und die Entwicklung der Stadt Bautzen – Budyšin.“

Oberbürgermeister Karsten Vogt unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Stadt: „Der Sagenpfad ist ein bedeutender Baustein für die weitere Entwicklung der Innenstadt auch im Hinblick auf den Tourismus. Bereits in den vergangenen Tagen konnten wir beobachten, wie die Figuren große Aufmerksamkeit und Neugier bei Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen geweckt haben. Umso mehr freue ich mich, dass der Sagenpfad nun offiziell an den Start geht und für alle erlebbar wird. Er verbindet auf besondere Weise unsere Geschichte, unsere Kultur und die wirtschaftliche Entwicklung Bautzens.“

Der Sagenpfad ist bewusst als Instrument der Wirtschaftsförderung konzipiert: „Der Sagenpfad erhöht die Verweildauer in der Innenstadt, stärkt die Besucherfrequenz und lädt dazu ein, innerstädtische Angebote intensiver zu nutzen.“, so Leiterin der Stabstelle Wirtschaftsförderung der Stadt Bautzen, Doreen-Charlotte Hantschke.

Die Finanzierung des Projekts erfolgte durch eine Kombination verschiedener Fördermittel und städtischer Eigenanteile. Dazu zählen 40.000 Euro Preisgeld aus dem Wettbewerb „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“ 2024, LEADER-Fördermittel in Höhe von 30.000 Euro sowie weitere Mittel aus dem Sorbischen Kommunalprogramm (11.500 Euro) und dem Haushalt der Stadt Bautzen.
Die Umsetzung wurde durch die Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt Bautzen gesteuert. Konzeption, Gestaltung und Inhalte entstanden in Zusammenarbeit mit Julian Kamphausen vom „Studio für unendliche Möglichkeiten“, während die Figuren durch die Kunstguss- und Bildhauerei GEBR Ihle Dresden gefertigt wurden. Unterstützt wurde das Projekt von zahlreichen Partnern aus Tourismus, Kultur und Innenstadt, besonders zu erwähnen sind dabei das Sorbisches Institut/ Serbski Institut mit Dr. Susanne Hose, stellv. Direktorin, die Domowina mit Dawid Statnik als Vorsitzenden, Peter Bresan, Referent für wirtschaftliche und infrastrukturelle Angelegenheiten und Katja Ließner, Regionalsprecherin sowie das Innenstadtmanagement mit Annett Scholz-Michalowski für das Planungsbüro Schubert im Auftrag der Stadt Bautzen.

Mit dem Sagenpfad setzt Bautzen ein klares Zeichen für eine lebendige und erlebnisorientierte Innenstadtentwicklung und lädt dazu ein, die Stadt auf sagenhafte Weise neu zu entdecken.

Alle weiteren Infos unter: www.bautzen.de/sagenpfad