Graal-Müritz, 27.03.2026 (lifePR) – Der Gemeinderat des Ostseeheilbades Graal-Müritz hat am 26. März 2026 das neue Tourismuskonzept einstimmig beschlossen und den Tourismusausschuss beauftragt, unverzüglich mit der Umsetzung zu beginnen. Das Konzept wurde von Dörthe Hausmann, Geschäftsführerin der Tourismus- und Kur GmbH Graal-Müritz, erarbeitet und legt den strategischen Kurs für die touristische Entwicklung des Ortes bis zum Jahr 2035 fest.

Drei Säulen für die Zukunft

Das Konzept bündelt die einzigartigen Stärken des Ortes in drei strategischen Säulen: Gesundheit, Natur und Kultur & Literatur. Graal-Müritz mit dem größten Küstenwald Deutschlands, dem anerkannten Ostseeheilbad-Prädikat und seinem literarischen Erbe, das Namen wie Franz Kafka und Erich Kästner vereint, verfügt über eine Kombination von Alleinstellungsmerkmalen, die im Wettbewerb der Ostseebäder nicht replizierbar ist.

»Mit dem neuen Tourismuskonzept haben wir es in der Hand, die Zukunft des Tourismus im Ostseeheilbad Graal-Müritz aktiv zu gestalten.« — Dörthe Hausmann, Geschäftsführerin der Tourismus- und Kur GmbH Graal-Müritz

Das Konzept benennt klare Sofortmaßnahmen: Fördermittelanträge für die Seebrücke stellen, eine Machbarkeitsstudie für ein modernes Kurmittelhaus einleiten, die Heilwald-Zertifizierung anstoßen, das Prädikat Ostseeheilbad erhalten. Zudem gilt es, die touristische Infrastruktur zu modernisieren, das hervorragende Naturpotenzial zu nutzen und durch Markenentwicklung in Szene zu setzen.

Qualität statt Quantität

Ein zentrales Leitprinzip des Konzepts ist die Fokussierung auf Qualität und Wertschöpfung statt auf bloßes Wachstum. Ziel ist nicht die Steigerung der Ankünfte oder Bettenzahl, sondern die Verlängerung der Aufenthaltsdauer, die Steigerung der Wertschöpfung sowie die Entwicklung des Ortes zur Ganzjahresdestination. Das Tourismuskonzept setzt auf themenbasierte Zielgruppen der Bereiche Gesundheit, Natur und Inspiration. Es beinhaltet sowohl die Diversifizierung von Quellmärkten im Inland als auch Internationalisierung und setzt auf Synergien durch Kooperationen mit der MV-T GmbH, dem Bäderverband, dem VMO sowie mit touristischen Akteuren der gesamten Region. Es benennt Servicequalität und digitale Transformation als wichtige Grundlage der zukünftigen Entwicklung, ebenso wie Nachhaltigkeit, Klimaresilienz und Ausgewogenheit zwischen Küsten-/Naturschutz und Tourismusentwicklung.

Ein lebenswerter Ort für Einheimische und Touristen

Das Konzept setzt auf eine Balance zwischen der Attraktivität für Gäste und der Lebensqualität der Einwohner, die nachhaltige Steuerung von Wachstum unter strikter Berücksichtigung der sozialen Verträglichkeit und des Wohnraumschutzes. Bezahlbarer Wohnraum für Einwohner und Fachkräfte, Schutz vor Verdrängung durch Ferienwohnungen und eine umfangreiche touristische und Gesundheitsinfrastruktur für alle sind ausdrückliche Ziele des Konzepts.

Ein Gemeinschaftswerk

Das Tourismuskonzept ist das Ergebnis eines intensiven einjährigen Beteiligungsprozesses. Dörthe Hausmann dankt ausdrücklich allen, die diesen Prozess mitgetragen und mitgestaltet haben.

»Dieses Konzept verbindet das Wissen aller Beteiligten. Es wurde gemeinsam entwickelt. Das ist seine Stärke.« — Dörthe Hausmann, Geschäftsführerin der Tourismus- und Kur GmbH Graal-Müritz

Ein herzlicher Dank gilt den Einwohnerinnen und Einwohnern von Graal-Müritz, die ihre Perspektiven, Wünsche und Bedenken in Befragungen und persönlichen Gesprächen eingebracht haben. Ebenso dankt die Tourismus- und Kur GmbH Graal-Müritz der Strategiegruppe Tourismus für ihre engagierte Begleitung über mehrere Workshops sowie der Bürgermeisterin Frau Dr. Chelvier, dem Heimatverein und dem Tourismusausschuss für ihre konstruktive Mitwirkung. Besonderer Dank gilt den Kurkliniken des Ortes, deren fachliche Expertise und kooperative Haltung das Konzept im Bereich Gesundheit wesentlich geprägt haben, sowie den Partnerinnen und Partnern aus Verbänden und Institutionen: darunter der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern, der Tourismusverband Mecklenburgische Ostseeküste. Ihr Wissen und Engagement sind unverzichtbare Grundlage für die nun beginnende gemeinsam getragene Umsetzung.