Leipzig, 02.07.2026 (lifePR) – Unter der etablierten Dachmarke „Musikstadt Leipzig“ wird die Festivallandschaft der Stadt für die Jahre 2029 bis 2039 strategisch weiterentwickelt. Die Verwaltungsspitze kommt überein, dass das Gewandhaus zu Leipzig und die Oper Leipzig ihre Festivalplanungen künftig enger aufeinander abstimmen. Festivals und Festtage der Häuser werden sich noch stärker an Komponistenpersönlichkeiten, die Leipzigs Musikgeschichte in besonderer Weise prägten, orientieren. Zugleich arbeiten die Häuser am Augustplatz künftig enger zusammen, indem sie regelmäßig gemeinsame Schwerpunkte setzen. Die wechselnden Festivals soll es ab 2029 zudem im Turnus von zwei Jahren geben, während das Bachfest Leipzig und die Mendelssohn-Festtage weiterhin jährlich ausgerichtet werden. Der Stadtrat muss darüber noch entscheiden.
„Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber aus aller Welt sollen in Leipzig musikalische Spitzenleistungen an authentischen Wirkungsstätten erleben können, auch wenn die kommunalen Kassen unter Druck stehen. Dafür schärfen wir die Festivalstrategie und vertiefen die Kooperation zwischen Gewandhaus zu Leipzig und Oper Leipzig. Dies erhöht einerseits die Effizienz und eröffnet andererseits programmatisch eine größere Repertoirevielfalt. Den Musikstandort Leipzig strategisch weiterzuentwickeln, ist zudem ein wichtiger Baustein im Bewerbungsprozess um den Titel UNESCO City of Music“, sagt Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke.
Ab 2029 wird die Festivalplanung langfristig danach ausgerichtet: Den Auftakt bildet ein gemeinsamer Schwerpunkt von Gewandhaus und Oper zu Peter Tschaikowski. Der Komponist unterhielt vielfältige Beziehungen zur Stadt: 1888 dirigierte er das Gewandhausorchester bei der deutschen Erstaufführung seiner 1. Orchestersuite und begegnete in Leipzig unter anderem Johannes Brahms und Edvard Grieg. Sein Werk bietet zugleich zahlreiche Anknüpfungspunkte für Konzert, Oper und Tanz.
Für 2031 ist am Gewandhaus ein Festival zu Gustav Mahler vorgesehen, das an die erfolgreichen Internationalen Mahler-Festivals von 2011 und 2023 anknüpft. Die Oper Leipzig plant für 2033 einen programmatischen Schwerpunkt zu Richard Wagner und entwickelt damit die Impulse von „Wagner 22“ weiter. Dabei soll auch mit kritischem Blick die wechselvolle Rezeptionsgeschichte des in Leipzig geborenen Komponisten beleuchtet werden. Mahler und Wagner werden künftig regelmäßig im Festivalprogramm präsent sein und damit dauerhaft als prägende Künstlerpersönlichkeiten mit der Musikstadt Leipzig verbunden werden.
Auch für die Zeit ab 2035 bieten sich weitere thematische Schwerpunkte an. Denkbar sind unter anderem Festivals zu Anton Bruckner, Johannes Brahms oder Robert Schumann, die jeweils enge Bezüge zur Leipziger Musikgeschichte aufweisen. Zudem sollen verstärkt auch Komponistinnen wie Clara Schumann, Fanny Hensel, Ethel Smyth oder Dora Pejačević in die programmatischen Überlegungen einbezogen werden.
Ziel ist es, die Festivals künftig noch stärker aufeinander abzustimmen, ihre internationale Strahlkraft auszubauen und die besonderen Bezüge zur Leipziger Musikgeschichte klarer herauszuarbeiten. Bis einschließlich 2028 stehen die bereits angekündigten Vorhaben im Mittelpunkt: das Beethoven Festival Leipzig des Gewandhauses im Jahr 2027 sowie die Festtage der Oper Leipzig zu Ehren Giuseppe Verdis im Jahr 2028.
Die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH wird die Dachmarke „Musikstadt Leipzig“ weiterhin international vermarkten und die Wahrnehmung der Leipziger Festivals in wichtigen Zielmärkten stärken. Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz werden jährlich weitere europäische und internationale Märkte gezielt angesprochen. Die Kommunikations- und Vertriebsmaßnahmen begleiten sowohl die Besuchergewinnung als auch den Ticketverkauf und binden internationale Reiseveranstalter und Vertriebspartner frühzeitig ein.