Berlin, 29.01.2026 (lifePR) – Das BundesForum Kinder- und Jugendreisen e. V. begrüßt die am 28. Januar 2026 vorgestellte Nationale Tourismusstrategie der Bundesregierung. Sie setzt ein wichtiges Signal: Tourismus wird als Querschnittsbranche verstanden, mit Handlungsfeldern von Bürokratieabbau über Mobilität, Digitalisierung und Fachkräfte bis hin zu Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit.
Gleichzeitig sieht das BundesForum eine zentrale Leerstelle: Wenn Tourismus „in seiner ganzen Vielfalt“ gestärkt werden soll, darf ein Zukunftsfeld nicht fehlen: Kinder- und Jugendreisen. Bereits im November 2025 hat das BundesForum deutlich gemacht, warum Kinder- und Jugendreisen kein Nischensegment sind, sondern Bildungsort, Teilhabeinstrument und Standortfaktor zugleich und deshalb als eigenständiges Handlungsfeld in der Strategie sichtbar werden müssen.
„Die Nationale Tourismusstrategie setzt an vielen richtigen Punkten an. Aber die junge Generation kommt darin bislang zu wenig vor und damit auch ein Bereich, der Bildung, soziale Teilhabe und regionale Wertschöpfung auf einzigartige Weise verbindet“, erklärt Dennis Peinze, Geschäftsführer des BundesForum Kinder- und Jugendreisen e. V.
Aus Sicht des BundesForum bietet die Strategie gute Anknüpfungspunkte, die jetzt konsequent für Kinder- und Jugendreisen geöffnet werden müssen. Barrierefreiheit darf nicht nur als allgemeines Ziel stehen bleiben, sondern muss inklusive und bezahlbare Gruppenreiseangebote ebenso einschließen wie die Modernisierung von Kinder- und Jugendunterkünften als Bildungsinfrastruktur. Wenn Mobilität als „Lebensader“ des Tourismus gilt, braucht es in der Praxis verlässliche, planbare und finanzierbare Bahn- und ÖPNV-Lösungen für Jugendgruppen, besonders für ländliche Räume und die „letzte Meile“. Und wenn Bürokratieabbau ein Kernziel ist, muss die Vereinfachung der Teilhabeförderung (u. a. das Bildungs- und Teilhabepaket) dazugehören, damit Reisen nicht vom Formular abhängen, sondern vom Bedarf der Kinder und Jugendlichen.
Wichtig ist zudem die angekündigte Einrichtung neuer Beteiligungs- und Vernetzungsformate wie des Tourismuspolitischen Forums. Das BundesForum erwartet, dass die Expertise des Kinder- und Jugendreisens dort strukturell eingebunden wird, nicht punktuell, sondern dauerhaft. Denn wer die Zukunftsfähigkeit des Tourismusstandorts Deutschland stärken will, muss Bildung, Fachkräfteentwicklung, Ehrenamt und gesellschaftlichen Zusammenhalt mitdenken. Kinder- und Jugendreisen können ein Modellbereich für einen nachhaltigen, sozialen und lernorientierten Tourismus sein.
„Unser Angebot steht: Wir bringen unsere Praxisempfehlungen und Forderungen in die nächsten Umsetzungsschritte ein, damit die Nationale Tourismusstrategie zu einer Strategie wird, die jungen Menschen echte Teilhabe ermöglicht und die Bildungsorte des Kinder- und Jugendreisens nachhaltig stärkt“, so Peinze.