Borkum, Föhr oder Burgund – neue Geschichten aus den schönsten Urlaubsregionen

Brigitte Bonder

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Noch immer heißt es „Träumen statt Reisen“ und so nehmen uns aktuelle Regionalkrimis und Romane wieder einmal mit auf gedankliche Reisen. Zwischen Dünen und Strand, an Bord eines Hausboots oder beim Yoga-Kurs an der Nordsee – die spannenden Plots sorgen zuhause auf Balkon und Terrasse für Urlaubsstimmung und eine kleine Prise Fernweh.

Eine Leiche an Borkums Strand, gefährliche Imker-Geschäfte, ein romantisches Friesencafé auf Föhr, ein „Cold Case“ an der Ostsee, Yogi-Mord in Zeeland und ein Kommissar, der vom Hausboot aus ermittelt – diese Neuerscheinungen sorgen für eine gedankliche Auszeit vom Allag.


Krimispannung trifft Urlaubsfeeling: „Mordseestrand“

Ein Borkum-Krimi von Emmi Johannsen aus dem Lübbe Verlag.

© Lübbe

Es ist Hochsommer auf Borkum und die Feriengäste genießen ihren Urlaub am Strand. Auch die Hobbydetektivin Caro Falk freut sich auf sonnige Tage am Meer mit ihrem Sohn Justus. Sie hat sich auf der ostfriesischen Insel gut eingelebt, kann aber neben ihrem Job im Flughafen-Kiosk das Ermitteln nicht lassen.

Als ein kleiner Junge im Wasser neben Algen und Meeresgetier einen abgetrennten Finger fischt und wenig später die dazugehörige Leiche auftaucht, ist Coras Neugier sofort geweckt. Denn der Tote ist ein bekannter Umweltschützer auf der Insel.

Da es keine Hinweise auf einen Mord gibt, will die Polizei den Fall zu den Akten legen. Also nimmt Caro die Sache selbst in die Hand und wird dabei erneut vom Türsteher Jan Akkermann unterstützt.

Tipp: Der humorvolle Krimi sorgt mit einer angenehmen Mischung aus Spannung und Witz für großen Lesespaß, bei dem sich sofort das Urlaubsfeeling einstellt.


Ein Ostsee-Krimi zum Schmunzeln: „Imkersterben“

Patricia Brandt veröffentlicht mit »Imkersterben« ihren zweiten, heiter-unterhaltsamen Krimi mit hochaktuellem Bezug im Gmeiner Verlag.

© Gmeiner Verlag

Imkern liegt absolut im Trend. Doch im schleswig-holsteinischen Hohwacht an der Ostsee scheint das Geschäft gefährlich zu sein. Als sich der örtliche Imker Kurt Tietjen wegen eines über den Feldweg gespannten Drahts das Genick bricht, spielt die Polizei den Fall herunter.

Kommissar Oke Oltmanns hingegen vermutet mehr dahinter und findet heraus, dass Tietjens Honig mit Glyphosat verseucht war. Als es ein weiteres Opfer aus der Bienen-Branche gibt, nimmt er die Ermittlungen auf.

Nach ihrem Erstlingswerk „Krabben-Connection“ hat Patricia Brandt einen weiteren Krimi zum Schmunzeln und Lachen herausgebracht. Für Abwechslung sorgen die vielfältigen Figuren der liebenswerten Dorfgemeinschaft, wie die gesundheitsbewusste Fischbudenbesitzerin Wencke Husmann oder Oke Oltmanns neuer Kollege Vincent Gott – eine rheinische Frohnatur aus Köln.

Tipp: Die humorvollen Ermittlungen des schrulligen Kommissars garantieren großen Lesespaß. Ganz nebenbei tauchen die Leser auch in die Welt der Imker ein und erfahren Wissenswertes über die nützlichen Bienen.


Seeluft, Strand und Friesentorte auf Föhr: „Das kleine Friesencafé“

Der erste Teil der neuen Romanreihe von Janne Mommsen ist im Rowohlt-Verlag erschienen.

© Rowohlt Verlag

Julia braucht eine Auszeit und reist auf Anraten ihrer Oma nach Föhr. Hier begibt sie sich auf die Spuren ihrer früh verstorbenen Mutter, die auf der Insel glückliche Zeiten verbrachte.

Bei einem Spaziergang findet sie ein leerstehendes Kapitänshaus und beginnt dort, ihrer Leidenschaft der Malerei nachzugehen. Schon bald fertigt sie für immer mehr Insulaner und Urlauber Portraits an, schenkt Kaffee aus und backt Kuchen. Es fühlt sich an, wie ein eigenes kleines Café!

Julia scheint ihrem Traum ganz nahe, doch der kauzige Nachbar und der Bürgermeister stellen sich ihr in den Weg. Da kann nur noch Oma Anita helfen, die als junge Frau selbst von einem eigenen Café in Paris träumte.

Tipp: Mit seinen detailreichen Beschreibungen nimmt der Autor die Leser mit auf einen Kurzurlaub nach Föhr. Der lebhafte Schreibstil ist ein absoluter Genuss.


Eine Kommissarin in tödlicher Gefahr: „Ostseefalle“

Der sechzehnte Band um die beliebte Ermittlerin Pia Korritki von Eva Almstädt ist jetzt im Lübbe Verlag erschienen.

© Lübbe

Bei der Sanierung eines Bauernhauses wird ein skelettierter Schädel gefunden. Kommissarin Pia Korritki nimmt die Ermittlungen auf und stößt auf einen Fall einer vor neun Jahren verschwundenen, jungen Frau. Besonders brisant: Der damalige Hauptverdächtige lebt immer noch in dem kleinen Ort.

Der Fall wird jedoch zur Nebensache, als Pias Sohn Felix einen schweren Unfall hat. Pia erkennt zu spät, dass es eine Falle war und der vermeintliche Cold Case, in dem sie ermittelt, gar nicht „kalt“ ist…

Im 16. Fall punktet die Autorin wieder mit ihrer authentischen Hauptfigur Pia. Seit dem ersten Band aus dem Jahr 2004 hat sich die unbedarfte, aber ehrgeizige Kriminalkommissarin zur Hauptkommissarin entwickelt, die alleinverantwortlich Ermittlungen leitet. Dazu gab es in Pias Privatleben immer wieder Schicksalsschläge und Wendungen, die sie dem Leser näher bringen.

Tipp: Neben dem spannenden und abwechslungsreichen Plot begeistert auch das Setting an der Ostsee die Leser. Das Meer ist schließlich besonders in diesen Zeiten ein absoluter Sehnsuchtsort.


Kriminalfall statt Yoga: „Tod in Zeeland“

Stimmungsvoller Urlaubskrimi von Carla Capellmann – erschienen im emons Verlag.

© emons Verlag

Freddie hat sich von ihrer Freundin Miriam zu einem Yoga-Seminar an der zeeländischen Küste überreden lassen. Bei frischer Meeresluft soll sie in Ruhe über ihre Beziehung zu Jan nachdenken, der ihr ganz unbegründete Eifersucht vorwirft.

Das geht schief, denn schon vor dem ersten Sonnengruß findet Freddie eine Tote. Und ausgerechnet diese Person soll ein Verhältnis mit ihrem Jan gehabt haben!

Die örtliche Polizei ermittelt im Yoga-Metier und unterstellt Freddie einen Mord aus Eifersucht. Derart in die Enge getrieben, ermittelt die junge Frau selbst und gerät zwischen vermeintlich friedlichen Yogis immer tiefer in einen mörderischen Schlamassel. Über schöne Deiche und touristische Wege saust die unfreiwillige Ermittlerin von einem Verdächtigen zum nächsten…

Tipp: Neben einer spannenden Handlung dürfen sich die Leser auch über praktische Anleitungen zu typischen Yoga-Übungen freuen. Die Autorin lässt ganz nebenher niederländische Sätze in die Geschichte einfließen und sorgt mit detaillierten Beschreibungen der Region Zeeland für Urlaubsflair.


Ein Muss für Hausboot-Fans: „Mord im Burgund“

Der zweite Hausboot-Krimi von Jules Besson ist jetzt bei Piper erschienen.

© Piper Verlag

Nach seiner letzten Tour auf dem Canal du Midi schippert der pensionierte Hauptkommissar Konrad Keller mit seinem Hausboot dieses Mal über den Canal de Bourgogne. Als er gerade eine der Schleusen bei Dijon passiert, wird er von der jungen Tramperin Odile angesprochen, die ihn für eine Etappe begleiten möchte.

Keller lässt die junge Frau an Bord, doch bereits am nächsten Tag kehrt sie nicht mehr von ihrem Baguettekauf zurück. Als wenig später ihre Leiche gefunden wird, gerät der ehemalige Kommissar in Schwierigkeiten. Schließlich war er der letzte, der sie lebend gesehen hat.

Als sich herausstellt, dass Odile die Erbin einer großen Senfdynastie aus Dijon war, gewinnt der Fall an Brisanz. Kommissar Keller nimmt erneut die Ermittlungen auf – auch um sich selbst zu entlasten. Wird er es erneut schaffen, einen Fall vom Hausboot aus zu lösen?

Tipp: Dichte Wälder, zerklüftete Felsen und sonnige Weinberge – Jules Besson lässt seinen Kommissar Keller auf den schönsten Flüssen Frankreichs ermitteln. Der Autor nimmt die Leser auch im zweiten Band mit auf eine spannende Hausboot-Tour, die einach Lust auf ein Abenteuer als Freizeitkapitän im Burgund macht.



Hinweis: Die Bücher wurden von den Verlagen bereitgestellt. Auf die Meinung der Autoren hatte dies keinen Einfluss.