Neuer Ostfriesen-Krimi – Lesend den hohen Norden erleben

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In Büchern schmökern statt in den Urlaub fahren – in seinen Krimis nimmt Erfolgsautor Klaus-Peter Wolf seine Leser mit auf eine gedankliche Reise durch Ostfriesland.

Ob auf Borkum, Langeoog oder am Strand von Norddeich – die Kommissarin Ann Kathrin Klaasen arbeitet dort, wo andere sonst eigentlich Urlaub machen. Mit ihren unkonventionellen Ermittlungsmethoden hat sich die Kommissarin über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht, bei ihr haben Mörder keine Chance.

Erfolgreiche Regionalkrimis von Klaus-Peter Wolf

Bereits 2007 fasste die mittlerweile berühmte Ermittlerin einen Serienkiller, der nacheinander Menschen eines Hilfsdienstes tötete. Mit diesem „Ostfriesenkiller“ begann Klaus-Peter Wolf eine neue, spannende Krimireihe und nimmt seine Leser seither jedes Jahr mit auf eine gedankliche Reise quer durch Ostfriesland.

Erfolgsautor Klaus-Peter Wolf ©Axel Martens Agentur Focus

„Ich lege meine literarischen Leichen an die schönsten Orte der Welt“, betont der beliebte Autor. „In den Lütetsburger Schlosspark zum Beispiel oder auf Langeoog in die wunderbare Dünenlandschaft am Flinthörn.“ Bereits zum 15. Mal wurde die ostfriesische Landschaft jetzt zur Kulisse der teils düsteren Kriminalfälle.

Literarischer Serientäter auf Langeoog

Im aktuellen Buch „Ostfriesenzorn“ von den Fischerverlagen ermittelt Ann Kathrin Klaasen auf Langeoog. Wieder einmal ist ein Mord auf der Insel geschehen. Astrid Thoben ist das erste Opfer eines Serientäters, der weitere Frauen im Visier hat. Bei ihren Ermittlungen erhält Klaasen überraschenderweise Hilfe von einem anderen Serienmörder, der in Lingen im Gefängnis einsitzt. Dr. Bernhard Sommerfeldt erhält E-Mails vom Täter, der sich scheinbar mit ihm messen möchte. Mit diesem Wissen möchte Sommerfeldt die Polizei unterstützen. Oder ist es doch nur ein Versuch, aus dem Gefängnis zu kommen? Ann Kathrin Klaasen muss sich entscheiden, ob sie die Hilfe des Mörders annehmen kann, um Leben zu retten.

Strandleben © Brigitte Bonder

Neben spannenden Geschichten rund um die Ermittlungsarbeit wird die Urlaubsregion wieder einmal gekonnt in Szene gesetzt. „In meinen Romanen erzähle ich mein Ostfriesland“, verrät Klaus-Peter Wolf. „Hier wird alles von Ebbe und Flut bestimmt. Damit meine ich nicht nur das Meer, das kommt und geht, sondern mal ist es ganz einsam am Deich, dann kommen plötzlich Touristen. Mal gehe ich alleine zwischen riesigen Supermarktregalen einkaufen und am nächsten Tag habe ich ein Problem, einen Einkaufswagen zu bekommen.“

Ostfriesische Dünenlandschaft © Brigitte Bonder

Wie seine Ermittlerin liebt auch der Autor den Ausblick vom Deich. „Ostfriesland liefert einzigartige, unwiederholbare Momente“, schwärmt Wolf. „Durch die Gezeiten und den Nordwestwind, der die Wolken so schnell am Himmel bewegt, ist selbst die immer gleiche Stelle am Deich doch immer anders.“

Frische Luft in Ostfriesland genießen

Bereits als Kind verliebte sich Klaus-Peter Wolf in die Region. „Ich bin als kleiner Junge in Gelsenkirchen groß geworden, wo damals die Luft sehr schlecht war“, blickt er zurück. „Wie viele Kinder hatte ich Asthma und mein Onkel Warfsmann aus Ostfriesland sagte: Der Junge muss ans Meer. Ich glaube, in Ostfriesland bekam ich zum ersten Mal richtig Luft.“ 2003 bezog er schließlich mit seiner Frau Bettina Göschl ein Haus in Norden. „Wir wohnen im gleichen Viertel wie meine Kommissarin Ann Kathrin Klaasen. Es gibt jeden Baum, jeden Strauch, den ich beschreibe, wirklich.“

Café ten Cate © Brigitte Bonder

Seine Romanfiguren bewegen sich an seinen Lieblingsplätzen. Auf dem Festland ist die älteste ostfriesische Stadt, Norden, ein entscheidender Schauplatz. Allen Lesern der Ostfriesen-Krimis ist hier das Café ten Cate bekannt. Dort genießt in den Büchern der Serienkiller Dr. Bernhard Sommerfeldt seinen Baumkuchen, während sich Polizeichef Ubbo Heide Deichgraf-Trüffel kauft.

Auch Klaus-Peter Wolf schreibt dort gelegentlich an seinen Romanen. „Immer wieder kommen Gäste an meinen Tisch und lassen sich ein Buch signieren“, freut sich der Autor. „Sie staunen oft, dass es die Figuren meiner Bücher wirklich gibt, wie den Konditor Jörg Tapper und seine Frau Monika.“ Aber auch im Restaurant Smutje mit seinem legendären Deichlamm kehrt Klaus-Peter Wolf gerne ein.

Ostfriesen-Krimi macht Lust aufs Reisen

Wie im aktuellen Band passieren die Kriminalfälle auf der Fahrrad-Insel Langeoog, aber auch auf der kleinen Insel Wangerooge. „Dort sitze ich gerne im Café Pudding und schaue aufs Meer oder spaziere über die Obere Strandpromenade“, verrät Klaus-Peter Wolf. Da sich vor Wangerooge drei Schifffahrtslinien kreuzen, kann man von keiner anderen ostfriesischen Insel aus so regen Schiffsverkehr beobachten.

Borkums Promenade © Brigitte Bonder
Borkums Promenade © Brigitte Bonder

Und auf Borkum lassen sich beim Kaffee trinken Seehunde beobachten, die sich in der Sonne aalen. „Manchmal dreißig, vierzig – wo gibt es denn so etwas?“, schwärmt der Autor. Seine Begeisterung für Ostfriesland findet sich in jedem seiner Krimis wieder. Und so macht Klaus-Peter Wolf auch mit seinem neusten Band wieder Lust auf eine Reise – wenn es denn wieder möglich ist.

Weitere Informationen

Ostfriesenzorn ist bei den S. Fischer Verlagen erschienen und kostet 12 Euro. Das Buch ist im Handel sowie beim Fischerverlag erhältlich.


Hinweis: Das Buch wurde vom Verlag bereitgestellt. Auf die Meinung der Autoren hatte dies keinen Einfluss.