Berlin, 21.10.2026 (lifePR) – Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Wegbegleiterin Leah Weigand für eine exklusive Lesung gewinnen konnten, bei der sie ihr neues Buch „Das Gold in den Fugen – Poesie zum Hoffen“ vorstellt. Das am 1. April 2026 erschienene Werk knüpft nahtlos an den Erfolg ihres Debüts „Ein wenig mehr Wir“ (2024) an und avancierte ebenfalls in kürzester Zeit zum SPIEGEL-Bestseller.
Dem Unbequemen einen Namen geben
Es ist eine Kunst, unbequemen Themen eine Stimme zu geben. Leah Weigands Stimme bedient sich folgerichtig nicht der Sprache des Alltags, sondern derer der Poesie: Sie ist Poetry-Slammerin, Spoken-Word-Künstlerin und seit 2017 auf den großen Bühnen im deutschsprachigen Raum zu Hause – 2021 gewinnt sie die hessischen Poetry-Slam-Meisterschaften.
Seit 2026 ist sie Wegbegleiterin und Botschafterin der Stiftung Unionhilfswerk Berlin und bringt insbesondere die Perspektiven von älteren Menschen, Pflegenden und allen, für die ein aufmerksames Gegenüber den Unterschied macht, in die Öffentlichkeit.
Dichterin vom Fach
Was sie nicht ist: Theoriedichterin. Denn sie ist vor allem anderen gelernte Gesundheits- und Krankenschwester, studiert heute Medizin in Marburg und ihr Terrain ist die Pflege. Ein großes Publikum erreichte Leah bereits mit ihrem Gedicht „Ungepflegt“, in dem sie gleichsam eindringlich und feinsinnig von den Schönheiten und zugleich den Missständen des Pflegeberufs erzählt. Ein Thema, das insofern unbequem ist, als es uns – so erzählen Leahs Gedichte – mit dem Angesicht des Menschseins konfrontiert.
Menschsein pflegen
Denn hinter jedem viel diskutierten Thema, hinter jeder strukturellen Problematik stecken auch immer zahllose Geschichten: Einerseits die der Gepflegten, der Menschen, die auf ein Jahrhundert zurückblicken können und nun auf die Kräfte ihrer Mitmenschen angewiesen sind. Und jene der „Ungepflegten“, also der Pflegenden, die noch immer oft um Verständnis und Wertschätzung ringen. In ihrer Rolle als Botschafterin bringt sie genau diese Perspektiven von älteren Menschen und Pflegenden ein und erinnert uns daran, wie viel Kostbares in einem Moment des Zuhörens steckt – für die Betroffenen und für uns als Gesellschaft.
Alltägliche Kostbarkeiten
Nachdem sie in ihrem Band „Ein wenig mehr Wir“ um schwierige aber auch bereichernde, glänzende Momente des Pflegealltags herum gedichtet hat, sieht ihre neue Sammlung „Das Gold in den Fugen“ ganz genau hin. Ihr Blick sucht und findet die kleinen Geschenke der schwierigen Tage, die Hoffnung, die Zuversicht und wieder: das Menschliche. Trotz solch philosophischer Kategorien ist ihre Dichtung nahbar und es fällt leicht, sich auf den Weg zu machen und ihr zu folgen – auf der Suche nach den unverhofften Schätzen des Lebens in einer komplexen, herausfordernden und mitunter unsteten Welt.