Detroit: Von der Motor-City an den Lake Michigan

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Detroit ist zurück! Kreative Szeneviertel, Craft Beer Brauereien und Hotspots rund um das Automobil machen die Autostadt zur Trenddestination. Im Anschluss geht es zum Badeurlaub an einen der schönsten Strände der Welt.
 
 
 

Relaxen mit Flussblick

Die 13 Sonnenliegen auf dem schmalen Rasenstreifen hinter dem Kinderkarussell sind heiß begehrt. Kaum erhebt sich jemand von einem der hellgrünen Sitzmöbel, rauscht schon der nächste Erholungssuchende herbei und sichert sich einen aussichtsreichen Platz am Fluss. Schnellboote sausen über den breiten Strom, am anderen Ufer weht eine riesige Kanadaflagge. Auf der Promenade hinter den Liegen ist an diesem sonnigen Tag viel los. Hauptsächlich Einheimische joggen, skaten oder radeln über den breiten Weg, gönnen aber den Hochhäusern des Renaissance-Centers keinen Blick. Nur eine Handvoll Urlauber fotografiert das Hauptquartier von General Motors und macht Selfies vor den Graffiti-Rennwagen am Fuß der Türme. Es ist ein ganz normaler Sommertag in Detroit.

Das GM Headquarter am Fluss © Brigitte Bonder


 
Die Motor-City liegt im Südosten Michigans direkt an der Grenze zu Kanada. Detroit hat die amerikanische Kultur geprägt, hier wurde der legendäre Motown-Sound geboren und dank Henry Ford die ersten Autos am Fließband gefertigt. Nach der schweren Wirtschaftskrise, während der ein Großteil der Bewohner die Stadt verließ, erfindet sich Detroit wieder neu und hat es bei den Lonely Planet Reiseempfehlungen für 2018 sogar auf Platz 2 geschafft. „Detroit ist jetzt absolut eine Reise wert, hier gibt es jeden Tag etwas Neues zu entdecken“, verspricht Deanna Majchrzak vom örtlichen Tourismusbüro.

Das Motown-Museum © Thomas Sbikowski


 

Neue Szeneviertel in Detroit

Künstler, Designer und andere Kreative sorgen für einen Neustart der Szene in Downtown, auch in Midtown entstehen aufgrund der noch niedrigen Mieten in alten Industriegebäuden moderne Shops, Mikrobrauereien oder Galerien.

Szeneviertel Midtown © Brigitte Bonder


 
Hier hat Detroits Vorzeigemarke Shinola ihren Flagship-Store, nebenan kann man bei Third Man Records beim Pressen der Schallplatten zuschauen, gegenüber im Biergarten gibt es gute Pizzen und Bier bei der Motor Brewing Company. Im Zentrum zieht die neue Hockey- und Basketball-Arena Sportinteressierte an, die frisch eröffnete QLine-Straßenbahn verbindet einige Hotspots und auch mit dem fahrerlosen People Mover lässt sich Downtown gut erkunden.
Tipps für Autoliebhaber
Autofans haben in und um Detroit viel zu tun, schließlich war der Pionier der Automobilindustrie hier zu Hause. „Zu den Highlights zählt das Henry Ford Museum in Dearborn“, empfiehlt Deanna Majchrzak einen Abstecher in den eine halbe Autostunde entfernten Ort. Neben Kutschen, Präsidenten-Limousinen und Fahrzeugen aller Generationen sind hier auch historische Eisenbahnen, Flugzeuge oder Dampfmaschinen zu sehen.

Autoschätze im Henry Ford Museum © Brigitte Bonder


 
Nebenan im Greenfield Village ist eine Fahrt mit dem berühmten „Modell T“ aus dem Hause Ford ein Muss. Erstaunlich gemütlich schaukeln Urlauber mit den rund 100 Jahre alten Fahrzeugen durch das Freilichtmuseum, in dem unter anderem das Original-Labor von Glühbirnen-Erfinder Edison und das Wohnhaus der Gebrüder Wright zu besichtigen sind.

Mit dem Model T durch das Greenfield Village © Brigitte Bonder


 
Der Produktion des Ford-Pickups F-150 können Gäste wenig weiter in der Ford Rouge Fabrik zuschauen.

Kurzurlaub am Strand

Wer nach so vielen Eindrücken noch ein paar Tage am Strand relaxen möchte, fährt an den knapp drei Autostunden entfernten Lake Michigan, einen der fünf großen Seen im Nordosten der USA. Das ist Tradition in Michigan. Denn zwischen Memorial Day Ende Mai und Labor Day Anfang September verbringen viele Einheimische ihre freie Zeit am Strand.

Strandvergüngen in Grand Haven © Brigitte Bonder


 
Kilometerlange Sandstrände, salzfreies „Meerwasser“ und leuchtend rote Leuchttürme kennzeichnen die Küste, überall locken gemütliche Badeorte mit freundlichen Holzhotels und Craft Beer Brauereien. Ein guter Ausgangspunkt ist Grand Haven. In der kleinen Fußgängerzone locken Drachengeschäfte, Boutiquen und Schokoladenmanufakturen, über die Promenade am Fluss ist der breite Sandstrand in wenigen Minuten erreicht. Abends lockt das tägliche Springbrunnenspektakel „Musical Fountain“, den Absacker bestellt man in einer der Mikrobrauereien.

Strandfeeling am Lake Michigan © Brigitte Bonder


 
Die Strandtour führt entlang der weiten Dünenlandschaften gen Süden zum Künstlerort Saugatuck, wo auch die Lake-Michigan-Weinstraße beginnt. Bereits vor über 100 Jahren gründete das Chicagoer Kunstinstitut hier seine „Ox-Bow“ Schule. „Seither haben zahlreiche Maler kleine Galerien eröffnet und locken Urlauber aus aller Welt an“, erzählt Josh Albrecht vom Tourismusbüro. Während der Sommersaison geht es tagsüber mit der historischen Fähre hinaus zum Oval Beach, laut Condé Nast einem der 25 schönsten Strände der Welt. Wer hier die Dünen überquert, wähnt sich am Meer. Der salzfreie See erstreckt sich bis zum Horizont, Kinder bauen Sandburgen und planschen im flachen Wasser. Sonnenstühle gibt es hier zwar nicht, doch den ganzen Sommer über sind wie am Detroit River die Liegeplätze heiß begehrt.
Weitere Informationen:
Allgemeine Auskünfte erteilt das Tourismusbüro Michigan unter www.michigan.org. Infomaterial kann telefonisch unter 02104-797451 oder per Mail unter michigan@travelmarketing.de angefordert werden.

Neu: Der Reiseführer „CityTrip Detroit“ vom Reise-Know-How Verlag

© Reise-Know-How Verlag


Seit kurzem gibt es endlich einen deutschsprachigen Reiseführer über Detroit!
Der wirklich sehr handliche CityTrip Detroit vom Reise-Know-How Verlag eignet sich perfekt, um die vielfältigen Seiten der Stadt auf eigene Faust zu entdecken.
Auf 144 Seiten werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Museen der Stadt vorgestellt – einsortiert in die Viertel Downtown, Midtown, New Center, East Side und West Side.
Dazu gibt es Tipps für Entdeckungen außerhalb der City, wie den Detroit Zoo oder einen Abstecher zu Ford nach Dearborn.
Ein ganzes Kapitel widmet sich dem Thema „Detroit erleben“. Hier finden Reisende Tipps für Genießer, für Shoppingfans, für Kunst- und Museumsgänger und für Nachtschwärmer.
Abgerundet wird der Guide durch umfangreiche Portraits zur Geschichte und zum Leben in der Stadt sowie praktische Reisetipps rund um Anreise, Übernachtung, Sprache, Unterkunft und Verkehrsmittel.
Neben der übersichtlichen Karte auf der ersten Seite des Reiseführers gibt es noch einen großen City-Faltplan zum Herausnehmen.

© Reise-Know-How Verlag


 
Der neue CityTrip Detroit ist nicht nur analog unterwegs, für die Leser gibt es auch eine kostenlose Web-App für Smartphones und Tablets. Diese wartet mit Luftbildern, Routenführung zu den Sehenswürdigkeiten, Details zum Stadtspaziergang und einem kleinen Audiotrainer „Amerikanisch“ auf. Die App kann per QR-Code aufgerufen werden.

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